Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird in vielen asiatischen Ländern schon seit Jahrhunderten als Süßungsmittel verwendet. Noch heute wird er fast ohne Ausnahme von Hand hergestellt, was ihn von anderen Zuckern deutlich abhebt. Die gesamte Prozedur ist ziemlich arbeitsintensiv. Gewonnen wird Kokosblütenzucker aus den 1-1,70 Meter langen Blüten der Kokospalmen. Die Blüten werden so angeschnitten, dass einige Liter des austretenden Kokosnusssaftes herauslaufen können. Danach wird der Saft zu Blöcken eingekocht, die man auch Jaggery nennt. Dieser Palmzucker kommt oft in der indischen Küche zum Einsatz. Für die Herstellung von Kokosblütenzucker wird das getrocknete Jaggery dann in Handarbeit zu feinem Zucker gemahlen.

Niedriger glykämischer Index

Verglichen mit herkömmlichem, raffinierten Industriezucker ist Kokosblütenzucker deutlich empfehlenswerter. Der glykämische Index eines Lebensmittels gibt an, wie stark ein Lebensmittel Einfluss auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels nimmt. Wer schon einmal zu einem Schokoriegel für den schnellen Energiekick gegriffen hat, weiß, wie schnell Zucker, aber auch andere kohlenhydrathaltige Lebensmittel den Blutzuckerspiegel aufputschen können. Die Wirkung lässt aber genauso schnell nach, wie sie gekommen ist, am Ende steht ein Heißhungergefühl. Kokosblütenzucker hat hier einen ganz anderen Effekt. Sein glykämischer Index ist mit 35 nur halb so hoch wie der des raffinierten Industriezuckers. Durch diesen niedrigen Wert lässt er den Blutzuckerspiegel nicht abrupt, sondern kontinuierlich über einen gewissen Zeitraum hinweg ansteigen. Wer also seine Süßspeisen mit Kokosblütenzucker süßt wird von einem länger anhaltenden Sättigungseffekt profitieren.

Die Verwendung von Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker ist vom Geschmack her milder als Industriezucker. Auffällig ist seine Karamellnote, doch auch ein Hauch von Vanille ist zu schmecken. Nur den Kokosgeschmack wird man vergeblich suchen. Durch dieses feine Aroma präsentiert sich Kokosblütenzucker als Allroundtalent beim Backen und bei der Zubereitung von Süßspeisen. Er macht sich auch in Salatdressings und Soßen genauso gut wie in Kuchen, Torten und Desserts. Optimal ist, dass Kokosblütenzucker ganz genauso wie normaler Zucker verwendet werden kann. Wer die Zuckerart umstellen möchte, muss auch in Zukunft nicht auf die Lieblingsrezepte verzichten und Neues in der Küche kann problemlos ausprobiert werden, indem die Zuckermenge aus der Zutatenliste ganz einfach mit der gleichen Menge Kokosblütenzucker ersetzt wird.